Vorankündigung: Zwei überarbeitete BFS-Merkblätter im Herbst 2019

eingetragen in: BFS-Nachrichten | 0

Voraussichtlich im Herbst 2019 werden zwei fachtechnisch überarbeitete BFS-Merkblätter veröffentlicht:

BFS-Merkblatt Nr. 4 – Zinkstaubbeschichtungen

BFS-Merkblatt Nr. 9 – Beschichtungen auf mineralischen und pastösen Außenputzen (neuer Titel)

Die Abonnenten und Mitglieder des BFS erhalten die Ergänzungslieferung mit den überarbeiteten Merkblättern unaufgefordert per Post zugesandt.

Die App mit den BFS-Online-Merkblätten wird ebenfalls zeitnah aktualisiert werden.

Näheres zu den inhaltlichen Änderungen folgt.

5. Architekten- und Fachunternehmertag – WDVS-Fachsymposium 2019 in Hamburg (Rückblick)

eingetragen in: BFS-Nachrichten | 0

In Hamburg fand am 21. Februar 2019 der 5. Architekten- und Fachunternehmertag – WDVS Fachsymposium – statt. Experten aus den Bereichen Planung, Handwerk, Industrie und Handel aus ganz Deutschland tauschten sich über Themen aus Theorie und Praxis rund um WDVS fachlich aus.

Der Schwerpunkt lag auf der Planung und Ausführung von Detaillösungen bei WDVS. Der Vorsitzende der RAL-Gütegemeinschaft Wärmedämmung von Fassaden im Verbundsystem e. V. (GWF), Tom Nietiedt bedankte sich bei Sponsoren und Ausstellern und führte in die Themenbereiche ein.

Wolfgang Hoffmann, Senior Markenmanager bei Caparol, gab einen Überblick über zukunftsorientierte funktionelle Oberflächenbeschichtung auf WDVS und die Erwartungen an eine moderne Fassadenbe-schichtung – Treiber für Innovationen und Funktionalität. Verschiedene Lösungen für die zukunftsorien-tierte Beschichtung von WDVS–Oberflächen wurden diskutiert. Hoffmann sieht durch Photovoltaik an Fassaden gleichmäßigere Solarerträge als auf Dächern. Die Begrünung von Fassaden können einen Beitrag zur Verringerung der NO2-Belastung leisten.

Ansprüche erfolgreich durchsetzen mit dem neuen Bauvertragsrecht: dazu referierte Michael Simon, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht. Er ging auf die neue Struktur des seit 01.01.2018 geltenden Bauvertragsrechts ein, zeigte u.a. die Varianten der Abnahme auf und berichtete über Fallstricke bei den unterschiedlichen Vertragsformen.

Ernst Ulrich Köhnke, Sachverständiger für den Holzbau, zeigte in seinem Referat Holzrahmenbau mit WDVS – Fehlerfrei ausführen! die zu berücksichtigenden Normen und Regelwerke auf. Wichtigste Regelung: die allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen der Wärmedämm-Verbundsysteme. Diese ABZ haben Vorrang vor anderen Normen oder Richtlinien. Aus der Praxis berichtete er über Unterschiede bei der Dämmung von Holzbauten und Massivbauten. Nasses Holz quillt – deshalb ist im Holzrahmenbau, beim Einbau von Fensterbänken, die zweite Dichtungsebene immer vorzusehen.

Unter dem Titel WeQ – gewerkeübergreifende Systemlösungen, nicht brennbar – befasste sich Dirk Giessler, Gründungspartner und Netzwerksprecher des iWDVS, mit nicht brennbaren Lösungen aus der Praxis und stellte Umsetzungsbeispiele bei Fensterbankkeil- und Leibungssystemen, Jalousien, Rollla-denkästen, Wanddurchführungen und Nistkästen in WDVS vor.

Andreas Malzahn, Verkaufsleiter der tremco illbruck Group GmbH befasste sich im Beitrag: Fugendichtbänder und Dichtstoffe im WDVS mit den Abdichtungsmöglichkeiten bei Bauanschlussfugen. Dabei ging er u. a. auf den praxisgerechten Einsatz von vorkomprimierten Fugendichtungsbändern, die fachgerechte Ausführung von Fugenabdichtungen mit spritzbaren Dichtstoffmassen und die Abdichtung von Fensterbänken an das Basisprofil ein.

Mit dem Thema WDVS-Anschlüsse an putzbündigen oder auskragenden Fassadenbauteilen befasste sich Dr. Bodo Buecher, Sachverständiger für Schäden an Putzen und WDVS. Er stellte fest, wie gefährlich in wärmegedämmten Fassaden, insbesondere bei wasserempfindlichen Baustoffen, eindringendes Wasser ist. Die WDVS-Fläche selbst ist nicht wasserempfindlich, sondern die unzureichend geplanten und nicht schlagregendichten Anschlüsse.

Holger Haring, Sachverständiger und Obmann des Güteausschusses der RAL Gütegemeinschaft Wärmedämmung von Fassaden (GWF), stellte die Gütegemeinschaft vor und erläuterte die Eigen- und Fremdüberwachung und die Vorteile für ausführende Unternehmen, Planer und Auftraggeber.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten zudem Gelegenheit, sich bei 13 Fachausstellern und Sponsoren in Fachgesprächen über deren Produktpalletten zu informieren.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von den Firmen ASUP GmbH, Brillux GmbH & Co.KG, CAPAROL Farben Lacke Bautenschutz GmbH, EJOT Holding GmbH & Co.KG, Lottmann Fensterbänke GmbH – helo-pal, GiesslerGroup – iWDVS, Keimfarben GmbH, MEGA eG., Qualitätsgedämmt e. V., R·B·B Aluminium Profiltechnik AG, Sto SE & Co. KGaA, SCHMITT & ORSCHLER GmbH & Co. sowie tremco illbruck Group GmbH.

Der Architekten- und Fachunternehmertag WDVS wird veranstaltet von der RAL Gütegemeinschaft Wärmedämmung von Fassaden im Verbundsystem GWF e.V.

Auch 2020 findet der Architekten- und Fachunternehmertag – Fachsymposium WDVS – statt. Diesmal am 5. März 2020 in Fulda. Der genaue Veranstaltungsort und das Programm werden rechtzeitig bekannt gegeben.

M e r k e n   S i e   s i c h   d i e s e n   T e r m i n   v o r.

BRANCHENTAGE 2018: Erfolgreicher Schulterschluss mit dem Handwerker

eingetragen in: BFS-Nachrichten | 0

„Eines hat sich in der neuen Verbandsstruktur nicht geändert: der enge Schulterschluss mit dem Handwerk.“ Mit diesem Worten eröffnete der VDPM Vorsitzende Christoph Dorn die diesjährigen BRANCHENTAGE in Leipzig.

Zahlreiche Teilnehmer aus Industrie und Handwerk waren gekommen. Auf zwei Tage verteilt gab es Vorträge von hochkarätigen Referenten. Und das waren die TOP-Themen: Aktuelle Daten zur Marktentwicklung, Erfahrungen mit dem neuen Baurecht, digitalisierte CE-Kennzeichnung, Haftungsfragen, neue Bauordnungen, EPS-Recycling, Innendämmung. Tagungsort war eine alte Industriehalle, zu der auch ein interessantes Oldtimer-Museum gehört. Das außergewöhnliche Ambiente kam bei den Teilnehmern gut an. Auch der gemeinsame Festabend am Ende des ersten Veranstaltungstages trug zum Gelingen bei.

Jan Bauer, Präsident des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz, zeigte sich erfreut: „Nach der erfolgten Fusion hat der VDPM schnell wieder Fahrt aufgenommen und wir haben zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gefunden. Für die Maler ist der VDPM ein starker Partner.“

Die Vorträge stehen hier zum Download zur Verfügung.

Richtlinie „Strukturierte Putzoberflächen – Visuelle Anforderungen“ 2017

Seit Jahrzehnten werden in Deutschland Fassaden hauptsächlich vom Stuckateur- und Malergewerbe verputzt.

In den letzten Jahren ist zu beobachten, dass es wiederkehrend Meinungsverschiedenheiten zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern hinsichtlich der optischen Qualität der handwerklich erstellten Putzoberflächen gab. In vielen Fällen ist diese Frage sogar Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten.

Die Richtlinie „Strukturierte Putzoberflächen – visuelle Anforderungen“ liegt nun in der überarbeiteten Fassung November 2017 vor und löst die Vorgängerversion März 2008 ab.

Unter anderem gibt es folgende Änderungen zur Ausgabe 2008:

  • Auch bei intensiv eingefärbten Siliconharz- und Kunstharzputzen kann der Farbeindruck nach Trocknung uneinheitlich sein.
  • Die Steiflichtsituation wurde präzisiert.
  • Verschlossenen Gerüstankerlöchern können bei dunklen und intensiven Farbtönen optisch stärker sichtbar sein.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass die Toleranzen nach DIN 18202 grundsätzlich nicht für eine zufriedenstellende optische Beurteilung geeignet sind.

Die beteiligten Verbände stellen diese Richtlinie kostenlos zum Download zur Verfügung. Sie kann aber auch in gedruckter Form kostenlos beim Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz bezogen werden (Mindestabnahmemenge: 20 Stück) per Bestellschein oder per e-mail.

1 2 3 4 8