Richtlinie „Strukturierte Putzoberflächen – Visuelle Anforderungen“ 2017

Seit Jahrzehnten werden in Deutschland Fassaden hauptsächlich vom Stuckateur- und Malergewerbe verputzt.

In den letzten Jahren ist zu beobachten, dass es wiederkehrend Meinungsverschiedenheiten zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern hinsichtlich der optischen Qualität der handwerklich erstellten Putzoberflächen gab. In vielen Fällen ist diese Frage sogar Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten.

Die Richtlinie „Strukturierte Putzoberflächen – visuelle Anforderungen“ liegt nun in der überarbeiteten Fassung November 2017 vor und löst die Vorgängerversion März 2008 ab.

Unter anderem gibt es folgende Änderungen zur Ausgabe 2008:

  • Auch bei intensiv eingefärbten Siliconharz- und Kunstharzputzen kann der Farbeindruck nach Trocknung uneinheitlich sein.
  • Die Steiflichtsituation wurde präzisiert.
  • Verschlossenen Gerüstankerlöchern können bei dunklen und intensiven Farbtönen optisch stärker sichtbar sein.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass die Toleranzen nach DIN 18202 grundsätzlich nicht für eine zufriedenstellende optische Beurteilung geeignet sind.

Die beteiligten Verbände stellen diese Richtlinie kostenlos zum Download zur Verfügung. Sie kann aber auch in gedruckter Form kostenlos beim Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz bezogen werden (Mindestabnahmemenge: 20 Stück).

Praxismerkblatt – Brandschutzmaßnahmen bei WDVS mit EPS-Dämmstoffen

Die Technische Systeminformation – Kompendium WDVS und Brandschutz ist bereits Ende 2016 erschienen. Diese Schrift des ehemaligen Fachverbandes WDVS (jetzt VDPM – Verband für Dämmstoffe, Putz und Mörtel e.V.) enthält neben der Darstellung der verbindlichen  baurechtlichen Anforderungen, die Hintergründe für Lösungen und eine Vielzahl von brandschutztechnisch abgesicherten Ausführungsempfehlungen. Diese Broschüre wird mitgetragen vom Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz, Bundesverband Ausbau und Fassade im ZDB, Industrieverband Hartschaum und dem ehemaligen Industrieverband WerkMörtel (jetzt VDPM). Technische Systeminformation kann bestellt werden beim VDPM zu einem Preis von Euro 19,90.

Nunmehr steht auch das Praxismerkblatt – Brandschutzmaßnahmen bei WDVS mit EPS-Dämmstoffen zum kostenlosen Download zur Verfügung. Dieses Praxismerkblatt fasst die wesentlichen Inhalte der Technischen Systeminformation hinsichtlich konstruktiven Brandschutzmaßnahmen für schwerentflammbare WDVS mit Dämmstoffen aus expandiertem Polystyrol (EPS) zusammen und ergänzt das BFS-Merkblatt Nr. 21 hinsichtlich der Brandschutzmaßnahmen.

Das Praxismerkblatt kann von der Seite des VDPM https://www.vdpm.info/services/downloads/ herunter geladen werden.

Neu: BFS-Merkblatt Nr. 20, Ausgabe Oktober 2016

Baustellenübliche Prüfungen zur Beurteilung des Untergrundes für Beschichtungs- ­und Tapezierarbeiten

PICMB20Mit der vollständigen Überarbeitung des Katalogs der üblichen Prüfmethoden für die tägliche Malerpraxis wurde der Fortentwicklung einzelner Prüfverfahren sowie neuer Materialien und neuer Beschichtungs- und Klebetechniken Rechnung getragen. Die allgemeinen Hinweise zu Haftungsansprüchen und der Musterbrief für die Mitteilung von Bedenken wurden vollständig überarbeitet. Zu jeder an den verschiedenen Substraten wie Holz, Stahl, Zink u.s.w. auszuführenden Untergrundprüfungen sind beispielhaft Kurzbeschreibungen der Schadensfolgen angegeben, falls nach dem Prüfergebnis die erfolgreiche Ausführung der Malerarbeiten nicht sichergestellt werden kann. Diese können in die an den Auftraggeber gerichtete Mitteilung von Bedenken übernommen werden.

In einem Anhang werden konkrete Hinweise für die Ausführung der Gitterschnittprüfung in Anlehnung an die zugehörige, erst 2013 umfänglich geänderte Prüfnorm DIN EN ISO 2409 gegeben. Die Vorgaben der Norm sind dabei für die Anwendung der Methode als Feldprüfung am Bauwerk oder Bauteil entsprechend angepasst worden. Zusätzlich wird für bestimmte Erstbeschichtungen eine Bewertung des Prüfergebnisses angegeben.

38 Seiten, DIN A 4, Euro 18,90 zzgl. Versand und MwSt.

Neu: BFS-Merkblatt Nr. 17, Ausgabe Oktober 2016

Beschichtungen, Tapezier- und Klebearbeiten auf massiven Gips-Wandbauplatten

PICMB17Wandflächen aus massiven Gips-Wandbauplatten sind in der Regel elastisch oder gleitend an angrenzende Bauteile angeschlossen. Diese Entkopplungen haben Konsequenzen für die Oberflächenbehandlung, da Bauteilbewegungen aufgenommen werden müssen, ohne dass es zur Beschädigung angrenzender Flächen kommt.

Außer Beschichtungen und Tapezierungen behandelt das Merkblatt auch Verklebungen von Fliesen und Platten (auch großformatige) auf Gips-Wandbauplatten. Es unterstützt bei der Planung von zusätzlichen Feuchteschutzmaßnahmen in Spritzwasserzonen und legt für gegebenenfalls durch Spachteln oder Dünnlagenputze herzustellende Oberflächen 4 Qualitätsstufen für Flächen aus Gips-Wandbauplatten (WQ1 bis WQ4) fest. Zugeordnet sind den Qualitätsstufen jeweils die unterschiedlichen Beschichtungen und Bekleidungen.

15 Seiten, DIN A 4, Euro 11,95 zzgl. Versand und MwSt.

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