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Farbe und Sachwertschutz

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Beispiele für Schäden
Beispiele für Schäden

Die Farbe als Beschichtungsmittel dient neben den gestalterischen Gründen schon immer auch dem Sachwertschutz. Selbst Materialien wie Stahlbeton, denen jahrzehntelang der Ruf des ewig haltbaren Baustoffes nachgesagt wurde, müssen durch Beschichtungen geschützt werden, da ihre Haltbarkeit sonst erheblich verkürzt wird. Das beste Beispiel hierfür sind Autobahnbrücken, die ohne Schutzbeschichtung oft schon nach 10 bis 20 Jahren wieder aufwändig instandgesetzt werden müssen.

Bei einem fachgerechten Sachwertschutz gibt es vieles zu beachten:

  • Zusammensetzung des Untergrundes – sollte dem Beschichter immer bekannt sein, um auf bestimmte Eigenschaften und Eigenarten reagieren zu können
    Ursachen für die Schädigung – müssen erkannt werden um geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen
  • Prüfung des Untergrundes – ist die wichtigste Aufgabe, denn sie gibt Aufschluss darüber, ob der Untergrund für die vorgesehene Leistung überhaupt geeignet ist. Bedenken gegen die Beschaffenheit des Untergrundes und die Art der Ausführung sind, laut VOB,dem Auftraggeber unverzüglich mitzuteilen
  • Diagnose des Untergrundes – geht in der Regel weiter als die Prüfung des Untergrundes und ist daher auch keine Nebenleistung und somit gesondert zu vergüten. Der Einsatz von Messgeräten und Laboreinrichtungen ist hier unumgänglich
  • Schutzsysteme – sind genau auf den speziellen Untergrund und die auf ihn einwirkenden Belastungen auszuwählen. Oftmals sind hier Spezialbeschichtungen mit genau definierten Eigenschaften einzusetzen
  • Verarbeitung – kann nur von Fachleuten ausgeführt werden, welche das nötige „know how“ besitzen, denn es gilt die richtigen Werkzeuge, Arbeits- und Applikationsverfahren einzusetzen
  • Qualität der Leistung – sollte ständig überwacht werden, damit eine hohe Gleichmäßigkeit der Leistung erreicht wird. Zu nennen sind hier Eigen- und Fremdüberwachung
  • Leistungsbeschreibungen – haben beim Sachwertschutz eine große Bedeutung, sie müssen eindeutig und erschöpfend sein, da hier der Untergrund und die erforderlichen Leistungen beschrieben werden. Hierauf baut die betriebliche Kalkulation auf
  • Normen und Richtlinien – müssen bei der Kalkulation und Durchführung der Arbeiten immer in ihrer aktuellen Fassung beachtet werden.
    Beispiele für Schäden
    Beispiele für Schäden
    Beispiele für Schäden
    Beispiele für Schäden

Um alle Untergründe wie Beton, Steine, Hölzer, Metalle, Putze, Mauerwerke, Asbest, Wärmedämm-Verbundsysteme und Kunststoffe richtig schützen zu können, ist ein sehr breites und tiefes Fachwissen, welches auch ständig aktualisiert werden muss, nötig. Die Technischen Richtlinien des Bundesausschusses Farbe und Sachwertschutz bieten hier das unumgängliche fachtheoretische Wissen, welches den Stand der Technik widerspiegelt. Durch Ergänzungslieferungen kann dieses Werk ständig aktualisiert werden.